Das Haus - Vorbereitung

So. Nun zum eigentlichen. Das Haus. Wie soll es aussehen?

Nachdem Monate des Suchens nach dem optimalen Grundriss ins Land gegangen sind, waren wir schon fast verzweifelt. Gibt es in diesem Land keinen Grundriss, der unseren Vorstellung auch nur halbwegs entspricht??? Nun gut. Es muss auch anders gehen. Schauen wir doch mal, was es so an "Grundriss-Designern" gibt. Ja, da gibt es einige. Aber viele sind - naja - Schrott. Aber dennoch sind wir fündig geworden. Und nach einigen Wochen der gefühlten 3000 Varianten kam dann folgendes heraus:

Alles ganz schick. Aber ein Haus besteht nicht nur aus Grundrissen. Es entstehen auch essentielle Fragen wie:

- was für eine Heizung?

- was für ein Baumaterial?

- wie sollen die Fußböden aussehen? (vorerst unwichtig)

- welche Dachneigung?

- usus

Naja. Ist ja noch Zeit. Oder doch nicht?

Sonntag, 14.08.2016

Aktueller Stand

Einige der Grundfragen sind soweit geklärt. Wir wollen auf jeden Fall kein "Holzhaus". Massa und Co. fallen also aus. Warum? Am Preis liegt es auf jeden Fall schonmal nicht. Auch nicht an den Dämmwerten. Ich für meinen Teil möchte einfach an jeder Stelle der Wand einen Dübel setzen können. Und wenn mal was gegen die Wand fliegt (natürlich nur von außen ;) ), dann soll nicht gleich ein Loch in der Wand sein.

Also massiv. Dann bleibt ja nicht viel. Porenbeton, Kalksandstein oder Poroton. Kalksandstein fiel relativ schnell hinten herunter (warum auch immer). Porenbeton (Ytong) ist zwar leicht und gut Wärme dämmend. Aber kommt einmal Wasser rein, dann wars das. Also wird es wohl die eine oder andere Art von Ton werden. Ob Poroton, Liapor oder wie sie alle heißen.

Samstag, 17.09.2016

Die Planung fängt langsam an

 

Vorweg. Wir haben uns entschieden das Haus mit Liapor oder Klimapor zu bauen. Warum? Naja. Wir wollen, dass das Haus möglichst schnell steht und wenige Probleme auftreten sollen. Bei diesen beiden Varianten werden die Wände bereits in der Fabrik vorgefertigt und vor Ort nur noch aufgestellt. Der Rohbau steht inkl. Keller in nur einer Woche.

 

Aber welchen Anbieter soll man nehmen? Also die Grundrisse in eine PDF gepackt, zwei Anbietern zugeschickt und anschließend mit ihnen einen Termin gemacht.

 

Zuerst mit Klimapor (Lechner). Auf den ersten Blick bereits ein angenehmer Zeitgenosse. Die Hand wird zur Begrüßung gereicht und sofort ein Getränk angeboten. Eigentlich normal. Aber nicht überall. Nachdem man sich kurz gegenseitig vorgestellt hat, ging es auch zur Sache. Die Grundrisse wurden durchgegangen und Anpassungen besprochen. Wichtiger Punkt. Die Außentreppe beim Keller geht evtl nicht, da eine "Weiße Wanne" nicht unterbrochen werden darf. Außerdem muss wegen der Statik ein Doppel-T-Träger in die Wohnzimmerdecke eingezogen werden. Wichtige Info's. Am Ende kam natürlich auch der Preis ins Spiel. Hmm... auch nicht gerade ohne.

 

Weiter zum nächsten Anbieter. OptiHaus. Hier sah es schon anders aus. Die Athmosphäre war... etwas kühler. Der Gesprächspartner war nicht der, mit dem wir den Termin ausgemacht hatten und ein Getränk wurde auch nicht angeboten. Dann das Beratungsgespräch an sich. Der Berater war schlecht vorbereitet. Man hatte das Gefühl, dass die Grundrisse nicht genauer angeschaut wurden. Denn die Berechnungen stützten sich auf ein ähnliches (?!?) Modell von denen. Auf die Themen "Weiße Wanne" und Statik wurde gar nicht eingegangen. Dafür wurde aber angepriesen, dass man jedes Gewerk einzeln auswählen und durch Eigenleistung heraus nehmen kann. Der Preis war zwar auf den ersten Blick besser als bei Lechner. Aber im Nachhinein betrachtet fehlten auch einige Arbeiten wie Aushub der Baugrube und andere Baunebenkosten.

 

Résumé. Tendenz geht erst einmal Richtung Lechner. Aber gibt es vielleicht noch andere Firmen, die auf diese Art und Weise arbeiten? Die Suche geht weiter.

Montag, 26.09.2016

Die ersten Rückschläge

 

Gestern hatten wir einen weiteren Termin mit Lechner (in persona Herr Z.). Dieses Mal sollte auch eine Architektin mit anwesend sein. Und warum ist das ein Rückschlag? Fangen wir vorn an. Wir hatten uns bereits vorher das Ziel gesetzt das Angebot etwas zu drücken. Denn 336.000 war uns dann doch etwas zu viel des guten. Da das Gespräch erst 15:30 stattfinden sollte, wanderten wir noch etwas durch den Musterhauspark. Beim neuen Lechner-Haus gab es auch einige Werbekataloge inkl Preiszettel. Und dort waren die Preise etwas niedriger bei etwa gleicher Quadratmeterzahl. Das machte uns stutzig. In dem Gespräch mit der Architektin fragten wir also warum unser Grundriss denn den genannten Preis hat und gleichwertige Häuser von der "Stange" günstiger seien. Die Antwort: Die Häuser im Katalog sind bereits fertig geplant. Bei Ihrem Haus müsse alles neu berechnet werden und das bedeutet Mehraufwand. Dabei geht es hauptsächlich um die Außenmauern. Wir können auch die Grundmaße eines "Typenhauses" nehmen und dort die Wände so hin und her schieben, wie es uns gefällt. Dann wäre der Preis genauso günstig.

Also alles nochmal von vorn? Ab nach Hause und den gefühlt 300 Seiten dicken Katalog gewälzt. Irgendwie passt keines der Typenhäuser zu unserem Grundriss-Wunsch. Am Ende kamen wir zu der Erkenntnis, dass es wohl doch ein 0815-Haus werden wird. Sicher werden auch dort ein paar Wände und Türen verschoben werden. Aber im Grunde nicht das, was wir uns gewünscht hatten.

Die Überschrift heißt aber "Die ersten Rückschläge", also Mehrzahl. Ja, leider. Denn ursprünglich wollten wir eine Sole-Wasser-Wärmepumpe als Heizung haben. Gut, die ist jetzt nicht sooo günstig. Aber... sie hat das ganze Jahr über eine konstante Energiequelle, da die Temperatur im Erdreich bei ca 16° liegt - egal ob Sommer oder Winter. Also informieren wir uns mal. Erstmal im Forum nachgefragt. Vielleicht weiß da ja jemand was. Und so war es auch. Man postete einen Link zu einer Karte (Hydrogeologische Standortbeurteilung). Laut dieser lohnt sich in diesem Neubaugebiet keine Bohrung. Sprich, die Kosten für eine oder gar mehrere Bohrungen wären höher als der Nutzen. Hat sich somit auch erledigt. Aber hey... dann eben eine LWW (Luft-Wasser-Wärmepumpe). Die ist günstiger und somit bleibt vielleicht etwas für die Photovoltaikanlage über. Immer schön positiv denken. :D

Ergo schauen wir uns jetzt LWW's an. Was können die? Welche Leistung haben die? Wie laut sind sie? etc etc etc

Der nächste Termin ist am 09.10. - ich bin gespannt.

Sonntag, 09.10.2016

Jetzt nimmt das Projekt Fahrt auf

 

Mal wieder sind wir in Bad-Vilbel in der Musterhaus-Ausstellung und haben einen Termin mit Herrn Z.. Dieses Mal wollten wir ein paar Fragen klären.

 

Hauptsächlich ging es um Baunebenkosten. Diese wurden zu unserer Zufriedenheit beantwortet. Allgemein war das Gespräch wieder sehr angenehm. Das hatte Herr Z. wohl auch bemerkt. Wahrscheinlich deswegen schlug er uns auf einmal einen Planungsvertrag vor. Oiii... das geht jetzt aber verdammt schnell. Nicht dass wir ein Problem mit Geschwindigkeit hätten. Aber das kam dann doch ziemlich überraschend. Jedoch... bevor wir etwas unterschreiben, wollen wir uns das Ganze noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Wie heißt es so schön: In der Ruhe liegt die Kraft.

 

Also schlenderten wir abermals durch den Musterhauspark, holten uns Gestaltungsideen ein und horchten ab und zu an den LWW's. Dummerweise waren die meisten aus. Und eine war für ein Haus, welches gefühlt doppelt so groß war als unseres werden soll. Hmm... somit keine Vergleichsmöglichkeiten. Nach ca. 2 Stunden ging es zurück zum Lechner-Haus. Wir sagten "Ja". Und schwuppdiewupp... wenige Sekunden später hatten wir zwei Vollmachten und den Planungsvertrag vor uns liegen. Nach sorgfältiger Prüfung unterschrieben wir alles. Jetzt geht es los. "Lasset die Spiele beginnen."

 

Und als wenn das nicht genug wäre... Nachdem die Dokumente unterschrieben waren, saß die Archtektin auch schon vor uns. Jetzt ging es also erst richtig los. Die Grundrisse kamen auf den Tisch und die ersten Einzelheiten wurden besprochen. Am Ende hieß es von der Architektin nur: "ich nehme die Notizen mit und bereite schonmal etwas vor". Aha.

Mal schauen, wie sich die Sache weiter entwickelt.

Freitag, 14.10.2016

Und weiter gehts

 

"Kollege Lechner" schickte eine Mail. Aber nicht irgendeine. Inhalt war ein Termin-Vorschlag für ein Besprechungstermin. Inhalt soll die Entwurfsplanung sein. Na denne. Wir freuen uns schon jetzt. 

Montag, 03.11.2016

Die Grundrissentwicklung

Viel Zeit ist seit dem letzten Eintrag ins Land gegangen. In fast regelmäßigen Abständen fanden Gespräche mit der Architektin statt. Und jedes Mal veränderte sich der Grundriss. Dummerweise nicht in die Richtung die wir uns ursprünglich gedacht hatten. Aus der geraden Treppe wurde eine L-Treppe, die Zimmer waren nicht mehr im gleichen Format und andere Kleinigkeiten. Eigentlich sah es nach einem 0815-Fertighaus aus.


Wir waren beide damit nicht zufrieden. Es war einfach nicht UNSER Haus. Wir starteten einen neuen Versuch. Also Rechner an, Programm gestartet und los. Die Außenmaße waren ja bekannt. Somit auch die Basis. Da die Treppe quasi das Herzstück sein soll, haben wir auch damit angefangen. Dann noch ein paar Wände hier und da, das Ganze noch zurecht gerückt - fertig. Ob das so geht? Sieht ja ganz nett aus und entspricht auch dem ursprünglichem Grundriss. Nur eben andere Außenmaße. Wie sagen die Bayern? Passt scho.

 

Schnell die Grundrisse der einzelnen Etagen in PDF's gepackt und der Architektin (Frau S.) zugeschickt. Die Antwort kam relativ flott und ernüchternd. Auszug:
"baubar so ja. JEDOCH: Ohne Zusatzkosten wird dies nicht möglich sein,... Die daraus resultierende Höhe der Mehrkosten wird wohl nicht unter 8.000 Euro liegen."

Sonntag, 20.11.2016

Die Grundrissentwicklung - Teil 2

 

Nachdem man uns darauf hingewiesen hat, dass der Spaß 8.000€ oder gar mehr zusätzlich kosten würde, musste was geschehen. Da es sich hauptsächlich um das Erdgeschoss dreht und wir wissen, dass die Statik das Problem ist, haben wir uns nochmal Gedanken darüber gemacht. Was kann man ändern, damit der genannte Preis in etwa gehalten werden kann? Theoretisch wird ja nur eine tragende Innenwand benötigt, auf der die Deckenelemente abgelegt werden können. Also Rechner angeworfen und den Grundriss des EG angepasst bzw. erweitert. Am Ende kamen zwei neue Grundrisse heraus.

 

Damit sind wir dann am 13.11. zum nächsten Gespräch gefahren und haben sie auf den Tisch gelegt um heraus zu finden, ob das was am Preis zum positiven ändern könnte. Dieses Mal war dann der Mann von Frau S. mit anwesend. Er scheint sich offenbar um die Statik zu kümmern. Er schaute sich beide Vorschläge an und zeigte gleich den, den er für geeignet hält. Und et voila... der Preis kann damit gehalten werden. Wir waren anschließend stolz wie Oskar, da wir es aus eigener Kraft geschafft haben eine Lösung für das Problem zu finden.

 

In der folgenden Woche kam dann die überarbeitete Version vom Bauplanungsbüros. Herrlich. Alles sieht so aus, wie von uns gewünscht. Was für ein Gefühl. Ein Haus, selbst erstellt nach eigenen Ideen und Wünschen. Ein genauerer Blick meiner Frau auf die Maße zeigte aber, dass offenbar ein wenig "getrickst" wurde. Denn die Innentüren waren nicht mehr 90cm breit, sondern nur noch 80cm. Ob das geht, muss erstmal geklärt werden. Der nächste Termin stand schon fest - heute. Da die "Veranstaltung" erst 16:30 stattfinden sollte, hatten wir jede Menge Zeit nochmal durch andere Häuser zu schlendern. Wie immer hatten wir 3 Zollstöcke dabei und es wurde gemessen was das Zeug hält. Aber so richtige Einheitsmaße gibt es wohl nicht. Mal ist das Innenmaß der Zarge 87, mal 83, 76 ... Aber es sind schonmal Richtwerte und zeigen wie sich welche Breite anfühlt. Mit dieser Erfahrung sind wir dann zum Gespräch.

 

Vorerst saßen nur die Architektin und wir am Tisch. Das war ganz gut so. So hatten wir Zeit die wenigen Fragen bzgl. des Grundrisses zu klären. Unter anderem die Türen. Auf die Frage, was die 80-er Türen für ein Innenmaß haben, kam dann die Antwort "74cm". What??? Das geht gar nicht. Also suchten wir nach Lösungen dies zu ändern. Nach ca. 5-10 Minuten war das Thema erledigt. Jedes Zimmer bekommt eine 90-er Tür. Hervorragend.

 

Wenige Minuten später kam dann Herr Z. dazu. Da das Thema Grundriss erledigt war, machte er gleich den nächsten Schritt. Es war ein Formular auf dem Stand: "Antrag/Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die schlüsselfertige Erstellung eines Hauses". Lt. seiner Aussage wird dieser benötigt um eine Finanzierung in die Wege zu leiten. Also alles ausgefüllt (Namen, aktuelle und zukünftige Adresse und der Preis), unterschrieben und fertig. Nachdem wir uns gegenseit freudig die Hände geschüttelt hatten, kam auch noch Frau Z. hinzu. In ihrer Hand eine "Lechner-Tüte". Sie griff hinein und holte eine Flasche Sekt und ein kleines Geschenk heraus. Nun war dieser erste Part (architektonische Bauplanung) offiziell beendet. Ab nach Hause.

 

Auf dem Weg zum Auto ging mir die Pumpe und meine Frau sagte gefühlte 100-mal den Satz: "Wir kriegen unseren Grundriss." und grinste dabei.

Ja, so ist es.

Montag, 06.03.2017

Mögen die Spiele beginnen

 

Viel Zeit ist ins Land gegangen. Zum Teil verschwendete Zeit. Aber endlich kamen wieder Newsletter der Stadt, die uns einen sanften Tritt in den Allerwertesten gegeben haben. Eine Info-Veranstaltung zu den Themen Versickerung, Baustrom und -wasser und Versicherungen. Was soll man sagen... es war mal wieder zu 85% eine Werbeveranstaltung.

 

Zum ersten Thema gab es zwar am Rande Infos bzgl. der Bodenbeschaffenheit im Neubaugebiet. Aber in erster Linie wurden Beton-Rigolen und -Zisternen angepriesen. Glücklicherweise vertreibt der Redner solche. Aha.

 

Das Thema 2 war in wenigen Sekunden abgehandelt. Wenn ihr Baustrom und -Wasser haben wollt, dann bestellt es auf der Internetseite. Super. Google hätte das nie in Erfahrung bringen können.

 

And last but not least... die Versicherungen. Ja, ich muss zugeben, es wurden Dinge angesprochen an die ich teilweise nicht gedacht hätte. Das ganze schön verpackt in einer Powerpoint-Präsentation mit tollen Bildern von Schäden, wie sie auftreten können. Ok. Nicht alle Bilder wurden in Deutschland geschossen (Hochwasser auf den Philipinen, Vom Sturm zerlegte Häuser in den USA). Aber man will ja nicht päpstlicher als der Papst sein. Und auch hier. Nehmt am besten unsere Versicherung. Wir versichern alles und jeden. Über den Preis wurde natürlich nicht gesprochen.

 

Das Positive daran. Man konnte sehen, wie ca. 50 Leute in einen Raum mit ca. 50m² passen. Man vergesse dabei nicht, dass in dem Raum noch eine 10m-lange Tafel mit Getränken und belegten Brötchen stand. Platz ist anders.

Mittwoch, 08.03.2017

Money, money, money ...

 

Ja das liebe Geld. Ohne das brauch man ja gar nicht erst anfangen. Wir sind gestern zu unserem Finanzierer gegangen, der uns damals (vor einem Jahr) den Tip gab das Grundstück separat vom Haus zu kaufen. Siehe Grundstückskauf. Das ist somit eine Art Belohnung.

Nachdem alle Fakten/Papiere auf dem Tisch lagen, ging es ans Eingemachte. Er zeichnete und rechnete Dinge zusammen, die man als Normalsterblicher nicht auf Anhieb versteht. Aber hey. Er weiß schon was er tut. Hoffe ich. Am Ende des Liedes hieß es nur... "Ich mache mich gleich daran und lasse Ihnen morgen zwei Szenarien zukommen." Und so war es auch. Eine Mail mit zwei Anhängen/Finanzierungsmöglichkeiten.

1. Ein Kredit (Zins 1,89%) über 15 Jahre inkl. ein Bausparvertrag (Zins 1,25%) über 24 Jahre. Der Kredit bedient bezahlt alle Rechnungen, wird aber nicht getilgt. Bzgl. des Kredites zahlt man nur die Zinsen. Nebenbei zahlt man schön in den Bausparvertrag und sammelt somit schonmal Kohle. Nach den 15 Jahren wird dieser Bausparvertrag benutzt um den Kredit abzulösen. Im Anschluss daran wird nur noch getilgt.

2. Ein einzelner Kredit (Zins 1,89). Eigentlich der gleiche wie unter 1. Jedoch wird dieses Mal getilgt - mit 3%. Am Ende der 15 Jahren muss man dann aber selber zusehen, wie es weiter geht. Die Sicherheit der 1,25% des Bausparvertrages entfallen. Vorteil: Man tilgt von Anfang an.

In beiden Fällen ist pro Jahr eine Zwischentilgung von 5% der Gesamtsumme möglich. In unserem Fall 17.500€. Mindestens aber 1250€.

Momentan tendieren wir in Richtung 2. Ohne Zwischentilgungen würde die Laufzeit zwar 26 Jahre dauern. Aber das wird definitiv nicht der Fall sein. Alles, was gespart werden kann, wird gespart und einmal im Jahr "reingebuttert".

Donnerstag, 09.03.2017

Hol den Zollstock raus kleine Maus

 

Bevor der Bauantrag gestellt werden kann möchte unsere Architektin dass das Grundstück vermessen wurde. Und zwar nicht durch uns, sondern professionell durch ein Vermessungsbüro. Wenn man die beauftragt, wird das nicht günstig. Aber wat sein mut, mut sein.

 

Für Schritt eins sind schonmal fast 900€ fällig. Das ist dann aber nur der Liegenschaftsplan zum Bauantrag. Ohne den macht die Architektin nicht einen Finger krumm.

 

Zu einem späteren Zeitpunkt - wenn der Bauantrag durch ist - kommt dann die Gebäudeabsteckung mit Höhenfestlegung. Erst wenn dieses Blatt Papier (Wert inkl. Tinte unter 1 Cent) übergeben wurde, darf das Häusle auf/in den Boden. Und wieder fast 850€, die hinfort schweben.

 

So. Fertig. Ach nein. Wie war das? Aller guten Dinge sind drei. ;) Da wir in Deutschland eine solch durchdachte Bürokratie haben, muss nach dem Hausbau natürlich nochmal der Vermesser ran. Die Gebäudeeinmessung. Die vom Katasteramt wollen schließlich auf Nummer sicher gehen, dass das Haus auch an der Stelle steht, wie es zuvor in Schritt 2 festgelegt wurde. Kling, kling, kling... fast 1000€.

 

Hat jemand mitgerechnet? Fast 2750€!!! Hoch leben die Gesetze (Hessische Bauordnung und Hessisches Vermessungs- und Geoinformationsgesetz). Ich sollte den Beruf wechseln.

Sonntag, 19.03.2017

Money, money, money... - Teil 2

 

Tja, So einfach war/ist das dann doch nicht. Wir haben uns doch für die Variante 1 (mit Bausparvertrag - folgend BSV) entschieden. Grund? Eigentlich ziemlich simpel. Die ersten 15 Jahre laufen genauso mit Sondertilgungen. Die Raten gehen sogar schrittweise runter, da man - neben der Bausparrate - ja nur die Zinsen des Restbetrages zahlt. Tilgt man zwischendurch, verringert sich der Zins. Macht Sinn. Desweiteren hat man nach den 15 Jahren theoretisch alle Zeit der Welt um den den BSV zu bedienen. Der lässt sich sogar vererben.

 

Jetzt zur negativen Seite dieses Eintrages. Mit dem Finanzierer war dann alles abgeklärt, der Antrag zur Finanzierung übergeben und ... peng. Da machte auf einmal das Scoring einen Strich durch die Rechnung. Aussage des Finanzierers: "Das Scoring ist rot". Gegenfrage von uns: "Was bedeutet das jetzt?" Rotes Scoring -> kein Kredit. Er sagte dann, wir sollen eine Selbstauskunft machen, damit wir sehen woran es hapert. Gesagt getan. Am nächsten Tag zur Postbank und für je ca. 30€ eine Selbstauskunft erstellen lassen. Der Berater schaut sich das an und meinte nur: "Die Werte sind Top. Ich würde ihnen ohne weiteres einen Kredit über 50.000€ geben." Wo ist dann das Problem? Er meinte, es gibt 3 verschiedene Arten von Scoring.

  1. Hausbankscoring (?!?). Da werden die Bewegungen des Kontos analysiert. Also wieviel kommt rein, wieviel wird davon wieder (wahrscheinlich auch die Höhe der Beträge) ausgegeben. Hmm... Momentan läuft noch ein anderer Kredit, der aber durch den Großen abgelöst werden soll. Ansonsten alles in Ordnung. Seit Jahren nicht einmal auch nur 1 Cent im Minus gewesen.
  2. Bankenscoring. Hier wird nicht nur das eigene Konto befragt, sondern die Bank(-engruppe). Wieviele Kredite hat/hatte man und wie werden/wurden die bedient. Aber auch hier. Soweit ich weiß nichts Negatives.
  3. and last but not least. Das Schufa-Scoring. Das schaut sich die Einträge in der Schufa an. Bei wem hat(te) man einen Kredit. Gab es Probleme in der Zurückzahlung etc. Wenn ein Kreditgeber gepennt hat und die Beendigung eines Kredites nicht wieder hat austragen lassen, dann kann das unter Umständen negative Auswirkungen haben. Aber auch hier alles OK.

Stellt sich uns die Frage. Wo kommt dann dieser "Rot-Wert" her? Diese Frage kann uns nur der Finanzierer beantworten.  Aber erst einmal verschiebt sich jetzt alles um 2-3 Wochen. *würg*

Freitag, 24.03.2017

Money, money, money... - Teil 3

 

So wie es aussieht, das ist nicht der letzte Eintrag im Tagebuch bzgl. der Finanzierung.

 

Auf die Frage "Wo kommt dann dieser "Rot-Wert" her?" des letzten Eintrages wurde eine Antwort gefunden. Und wie? Fangen wir vorne an.

 

Wie vorgeschlagen haben wir bei der Postbank eine Schufa-Selbstauskunft gemacht. Ich fassse mich kurz. Der Mitarbeiter sagte nur: "Wenn sie meine Kunden wären, dann würde ich ihnen sofort 50.000 geben ohne nachzufragen. Sie haben ein Top-Scoring.". Aha.

 

Also die Selbstauskunft genauer unter die Lupe genommen und nach Einträgen geschaut, die für die Bewertung negativ sein könnten. Da gab es nur den einen Kredit. Der war für die Erschließungskosten und sollte von dem "großen" Kredit abgelöst werden. Also haben wir den durch Kompletttilgung beendet. Als das Geld vom Konto verschwunden war, habe ich bei der Kredit-gebenden Bank angerufen und mir bestätigen lassen, dass der Kredit zu und aus der Schufa ausgetragen worden ist. Beides wurde mit "Ja" bestätigt.

 

Nächster Schritt war dann die Nachfrage bei der Schufa. Die nette Dame am Telefon sagte mir, dass die Austragung des Kredites erst nach 4-5 Tagen vollzogen ist. Bei der Gelegenheit fragte ich auch warum trotz des hervorragenden Schufa-Scoring eine Bank uns als rot einstuft. Als ich den Namen IngDiba erwähnte war alles klar. Lt. der Schufa-Dame stuft die IngDiba jeden als rot ein, der auch nur einen Kredit noch am laufen hat. Klasse. Wusste der Finanzierer das nicht? Immerhin sind wir nicht die ersten Kunden.

 

Jetzt muss es irgendwie anders weitergehen. Und da das letzte Telefonat mit dem Finanzierer nicht ganz so optimal lief und auch das Ergebnis nicht stimmte, schauen wir uns nach einer Alternative um. Mal sehen, was der so drauf hat. Ihr werdet es erfahren. ;)

Dienstag, 19.04.2017

Money, money, money... - Teil 4

 

Wochen sind vergangen. Inzwischen haben wir einen neuen Finanzierer. Jung, dynamisch und vor allem... auf den ersten Blick auch kompetent. Nach dem ersten (längerem) Gespräch hatten wir einen ersten Entwurf. Das war zwar nicht die günstigste Bank. Dafür entsprach sie aber unseren Vorstellungen. Lt seiner Meinung macht auch ein Bausparvertrag überhaupt keinen Sinn, wenn man vor hat regelmäßig zu tilgen. Da in den Entwürfen immer wieder kleine Details angepasst werden mussten, dauerte es ein paar Tage, bis wir zufrieden waren. Jetzt muss nur noch der Eintrag in der Schufa stimmen.

2 Wochen nach der Kompletttilgung des Kredites habe ich bei der Bank of Scotland (BoS) angerufen und nachgefragt, wo denn die Bestätigung bleibt, dass der Kredit beendet ist. Der Mitarbeiter meinte, eigentlich müsste das Schreiben längst raus und die Information an die Schufa gegangen sein. Ahja. Gut. Dann fragen wir dochmal da nach. Nichts. Bei der Schufa ist gar nichts eingegangen. Aber das kann auch ein paar Tage dauern, bis das ins System aufgenommen wurde. Nagut. Geben wir denen noch etwas Zeit. Dann, am 14.04.2017, flatterte dann ein Schreiben ins Haus. Erste Reaktion: Juhu. Es passiert doch noch was. Also bei nächster Gelegenheit bei der Schufa nochmal angerufen. Dann sollte bei denen ja auch was reingekommen sein. Immerhin meinte der Kollege von der BoS, dass die Bestätigung für den Kunden gleichzeitig mit der Mitteilung für die Schufa rausgeht. Und wieder nada. Aber die Kollegin von der Schufa meinte, senden Sie die Bestätigung einfach per Mail an dokumente@schufa.de. Gesagt, getan. Gestern nochmal bei der Schufa nachgefragt, ob die Bestätigung eingegangen ist. Yupp. Ist sie. Nur dass es keine Bestigätigung ist, wie die sie brauchen. Hmm... und was braucht ihr dann? Ich soll mir keine Gedanken machen. Die schicken ein Fax (?!?) an die BoS mit der Aufforderung den Abschluss des Kredites zu bestätigen. Das dauert max. 1 Stunde, dann liegt das bei der Bank auf dem Tisch. Wie lange die zum bearbeiten brauchen liegt natürlich nicht mehr in deren Hand. Gut. Ist klar. Aber ich soll der BoS sanft in den Arsch treten (fast wörtliche Aussage; das Wort Arsch hat er nicht gesagt :D). Abends habe ich also nochmal bei der BoS angerufen. Denen sei nichts bekannt und die fachliche Abteilung ist nur bis 18:00 erreichbar. Ich soll es morgen nochmal versuchen. Und jetzt ist "morgen".

Freitag, 12.05.2017

Money. money, money... Teil 5

 

Das Thema Schufa <-> BoS ist erledigt. Mit dem neuen Finanzierer läuft alles bestens. Gestern kam dann ein Anruf von der Frau B. (Mitarbeiterin des Finanzierers). Sie meinte, die DSL-Bank bearbeitet gerade unseren Antrag, es müssen aber noch zwei Fragen geklärt werden. Warum habe ich 1,5 Kinder auf meinem Steuerbescheid, und was ist das für eine kleine Differenz bei den Baunebenkosten. Die erste Frage war schnell beantwortet, die zweite... k.A.. Ihre Aussage daraufhin... wir schauen mal, ob wir das nicht so hinbekommen. Noch am gleichen Abend ein weiterer Anruf von ihr. Wir müssen den Wert des Eigenkapitals um 800,-€ erhöhen (kein Thema) und nochmal eine Selbstauskunft unterschreiben.Die Selbstauskunft kam innerhalb von 10 Min. Also ausgedruckt, unterschrieben, fertig. Achja... nebenbei meinte sie dann noch "ansonsten ist der Antrag durch. Na denn. Schauen wir, wie es weiter geht.

Donnerstag, 25.05.2017

Money, money, money... Teil 6

 

So. Das Wichtigste scheint geschaft. Frau B. hat uns die Darlehenszusage der Bank per Mail zukommen lassen. Lt. ihrer Aussage kommt aber noch ein weiteres Dokument per Post, in dem noch ein Formular für die Grundschuldübertragung liegt. Mit diesem sollen wir dann zum Notar. Der Termin beim Notar steht bereits - 30.05. 09:30. Voraussetzung ist natürlich, dass bis dahin auch das Schreiben bei uns eingegangen ist. Also muss morgen oder spätestens am Montag was im Briefkasten landen. Wenn nicht, dann können wir den Termin absagen. Aber bleiben wir mal optimistisch. Wie heißt es in der einen Serie so schön... "Hab' ein bisschen Vertrauen."

Freitag, 26.05.2017

Die runde Ecke

 

Sachen gibt es, die gibt es gar nicht. Aber von vorn.

Unser Grundstück ist, wie sag ich es am besten, nicht ganz viereckig. Die "Ecke", die zu einer Kreuzung zeigt, ist rund. Siehe Bild.

Das Baufenster, das durch die Gemeinde in den Plänen eingezeichnet wurde, ist jedoch eckig. Bedeutet also, an der Stelle, wo die Rundung ist, sind die Abstände vom Baufenster zur Grundstücksgrenze nicht 3m.

Nun ging es an die Planung, wo denn das Haus auf dem Grundstück positioniert werden soll. Die Architektin hatte alle Unterlagen, die sie benötigt. Also Grenzlängenplan, Umlegungsplan, Lageplan etc. Und natürlich den Plan des Hauses. Also machte sie sich daran, das zukünftige Haus in das Grundstück einzuzeichnen. Zuvor fragte sie natürlich erst einmal uns, wo wir denn gerne das Haus hin haben wollen. Klare Sache. So nah wie möglich an die Grundstücksgrenze. Sowohl zur einen als auch zur anderen Straße. Der Grund dafür? Das Grundstück ist schon klein genug. Da möchte man nicht noch mehr m² verschwenden.

Also schickte sie uns 2 Varianten, die sie für sinnvoll hielt. Variante 1: das Haus so nah wie möglich in die Rundung. Aber trotzdem immer die 3 Meter Abstand. Variente 2: das Haus ganz nach oben (Abstand 3m), nach links wegen der Rundung aber wesentlich mehr. Weder Variante 1 noch 2 sprach uns zu. Also eine Mail an die Architektin, dass das Haus bitte genau in die Ecke des Baufensters soll. Daraufhin bekamen wir zwei neue Varianten mit dem Hinweis, diese seien ohne Befreiungen und wir sollen uns für eine entscheiden. Auch hier... nöö. Immer noch nicht in der Ecke. Da das so nicht funktioniert, habe ich den netten Herren des  Bauamtes gebeten sich mit der Architektin in Verbindung zu setzen. Und siehe da. Wenig später war das Haus zu beiden Seiten (fast) exakt im Baufenster. Supi.

Samstag, 17.06.2017

Der Zug kommt ins rollen

 

Gleichzeitig zu dem vorherigen Abschnitt sind noch andere Dinge passiert. Da wäre das Thema Kredit. Die Genehmigung ist ja nicht alles. Die Damen und Herren der Bank wollen ja auch ein paar Sicherheiten. Also haben wir am 30.05.2017 einen Termin beim Notar vereinbart. Ziel war die Grundschuldbestellung. Heißt, die Bank steht erstmal im Grundbuch drin. Somit kann die Bank, falls die finanzielle Lage es erforderlich macht, das Grundstück versteigern ohne großartig irgendwelche Gerichte ins Boot holen zu müssen. Kostenpunkt: schlappe 1400€. Egal. Was sein mut, mut sein.

Achja. Dann war da noch der Bauantrag, der am 14.06. ins Haus flatterte. Oder soll ich lieber sagen plumpste? Drei Mappen, jede ca. 1,5cm dick. Eine für uns, eine für die Gemeinde und die Letzte für die Bauaufsichtsbehörde. Alle müssen mit je 5 Unterschriften versehen werden. Was ein Spaß. Aber man muss der Architektin zu gute halten... sie hat sich wirklich Mühe gegeben. Alles ordentlich berechnet, streng nach Baubeschreibung der Gemeinde. Sogar die Rigole, welche ja Pflicht ist, wurde bereits eingezeichnet. Natürlich war auch hier gleich die erste Rechnung mit dabei. Hier ist der Betrag etwas ordentlicher: knapp 23.700€. Zahlungsfrist: 20.06.2017. Wow. Da zum Glück in Hessen ein Feiertag dazwischen liegt, sind das gerade mal 3 Werktage. Das nenne ich sportlich.

Also gleich mal bei der Bank angerufen, ob das mit der Auszahlung auch alles klar geht. Denn theoretisch ist der Kredit erst ab dem 15.06. auszahlungsbereit. Und wie sollte es anders sein? Laut der netten Dame am Hörer ist noch gar nichts bereit. Angeblich fehlen noch Unterschriften und Dokumente. Der Hinweis unsererseit, dass das gar nicht sein kann weil wir alles, was die Bank uns geschickt hat, unterschrieben zurück geschickt wurde, änderte nichts daran. Eine teils heftigere Diskussion am Telefon brachte da rein gar nichts. Es war knapp vor 17:00 Uhr. Also noch schnell unsere Finanzberaterin (folgend nur A.B.), über die wir den Kredit beantragt hatten, angerufen und das Problem geschildert. Sie war genauso überrascht wie wir. Sie meinte nur, wir sollen ihr die Rechnung per Mail schicken, sie macht dann den Auszahlungsantrag fertig, schickt diesen wiederum uns per Mail  und telefoniert mal schnell mit der Bank. Sie kennt da ein paar Leute. Gesagt, getan. Allerdings konnte sie an dem Tag auch niemanden mehr erreichen, da es bereits nach 17:00 Uhr war. Man könnte meinen, die Bänkler sind Beamte. Aber ihr Chef kümmert sich am Freitag darum. Parallel haben wir das Auszahlungsformular unterschrieben und per Mail zurück an A.B. geschickt. Das Original hat unsere Tochter dann im Sprint noch zur Post gebracht, die Bank das Teil auch noch rechtzeitig bekommt. Das artet schon fast in Stress aus. Wir sind gespannt, was aus der Geschichte geworden ist, denn bis jetzt kamen keine neuen Informationen.

Und die Firma Lechner werden wir auch nochmal kontaktieren. Denn lt. A.B. sind 3 Werktage viel zu knapp bemessen.

Samstag, 24.06.2017

Ich kann "Money, money, money..." bald nicht mehr lesen bzw. schreiben

 

Ok. Der Zug rollt zwar. Aber es schein eine Regionalbahn zu sein. Es wird an jedem noch so kleinen Kaff angehalten und eine direkte Verbindung gibt es auch nicht.

Es fehlen wohl doch noch Unterschriften. Wir haben zwar unterzeichnet, dass wir für die Bank das Bankgeheimnis aufheben. Aber auf dem gleichen Formular fehlt die Unterschrift, dass die Bank sich von öffentlichen Stellen (Ämtern und der gleichen) Infos einholen dürfen. Aha. Jetzt muss man aber dazu sagen - bevor jemand denkt "Selbst Schuld" - unter der Linie für den "Wilhelm" steht auch Unterschrift des zukünftigen Grundbesitzers. Da das Grundstück aber bereits unser ist, haben wir natürlich bei der Bank nachgefragt, ob wir dort überhaupt unterschreiben müssen. Die damalige Mitarbeiterin am Telefon meinte: "Nein, das ist dann in dem Fall nicht nötig.". Das war ja dann wohl nichts. Jetzt haben wir den Salat. Gut. Die Unterschrift kann man ja ohne weiteres nachreichen. Na dann wäre ja erstmal alles geklärt. Oder doch nicht?

Nein. Natürlich nicht. Sonst hätte ich die rhetorische Frage nicht dahin geschrieben. Unsere A.B. war auch nicht ganz untätig und hat mit der Bank gesprochen und es stellte sich heraus, die wollen noch eine Auflistung der Baunebenkosten. Wieso das denn? Wir hatten alle Positionen übergeben. Was davon in die Kategorie Baunebenkosten fällt sollten die doch selber wissen. Egal. Sei's drum. Zum Glück ist meine Frau grad krank und den ganzen Tag daheim. Es wurde gegoogled, telefoniert und was weiß ich nicht alles. Nach 4 Tagen hatten wir es dann. Die Bank zahlt erstmal die erste Rechnung, die fehlenden Unterlagen müssen aber noch nachgereicht werden. Das ist doch schonmal was. Der Freitag, also gestern, ist gerettet.

Und heute... Post von der Bauaufsicht. Viel Papier für den weiteren Verlauf. Ein paar Formulare, die je nach Baufortschritt eingereicht werden sollen und - das ist das schönste Papier - das Bauschild. Sprich der Zettel, der dann an der Baustelle an einen Pflock angetackert wird, damit jeder sehen kann, wer da sein Häusle baut. Das lässt wieder Hoffnung aufkeimen.

Montag, 07.08.2017

Es geht voran

 

Mal wieder lange nichts geschrieben, aber viel passiert. Schauen wir mal, ob ich noch alles zusammen bekomme.

Eine Zeit lang war mal wieder Ruhe. Ein paar Telefonate hier und da. Aber nichts wildes. So richtig ging es dann in der letzten Juni-Woche los. Mein Urlaub. Vom 25.-26.07. war die Bemusterung. Natürlich haben wir uns soweit es geht vorbereitet. Was sind wir bereit auszugeben? Was wollen wir? Worauf können wir verzichten? Etc pp. Sogar eine kleine Schätzung, was für Kosten auf uns zukommen, haben wir aufgestellt. Na denn mal los.

Angekommen im beschaulichen Glauchau im tiefsten Osten ging es dann los. Tag eins - erstmal nur anschauen, was es denn so gibt und auch gleich eine erste Auswahl treffen. Anstrengend sag ich nur. Nach gefühlten 20 Std. ging es dann zurück ins Hotel. Aber nicht um sich hinzulegen und zu schlafen. Nein. Da gingen dann die Diskussionen los. Am nächsten Tag wurde das Protokoll durchgegangen und ein paar Positionen verändert. Hauptpunkt von Tag zwei war dann aber die Elektroplanung. Der Typ war an sich ok. Er hatte Ahnung von dem was er tat. Schätzungsweise nach 4 Std. stand der Plan. Viele neue Sachen waren drin. Alles komfortabel, ordentlich mit LAN ausgestattet. Aber nicht überladen. Geschafft. Ab zurück nach Hause und auf das Protokoll warten. Anfang bis mitte nächste Woche soll es kommen. Das tat es auch. Am Montag hatten wir bereits Post.

Dieses Protokoll inkl. Mehrpreisliste war - wie soll man sagen - ernüchternd. Unsere Schätzung wurde bei weitem übertroffen. Also hieß es Rotstift in die Hand und los. Aus der schönen Dusche im Gästebad (140x90 fast Bodeneben) z.B. wurde dann doch eine 90x90 mit 0815 Duschwanne. Man kann eben nicht alles haben. Durch ein paar Streichungen hier und da, kamen wir wieder fast auf den ursprünglich geplanten Wert. Dann kam jedoch wenige Tage später die Elektroplanung. Auch hier musste nochmal deutlich geändert werden. Es ist schon erstaunlich, was ein paar Leerdosen oder Schalter kosten. Besonders die Planung des Netzwerkes hat mich schon staunen lassen. Eine Doppel-LAN-Dose kostete je 320€. Bei 4 Zimmern ... das läppert sich. Extra-LAN-Dosen (z.B. im Gäste/Arbeitszimmer) wurden gestrichen. Dann kommt da eben wieder ein einfacher 4-Port-Switch hin und fertig. Und so zog sich das Thema wie ein roter Faden. Aber etwas Luxus blieb am Ende doch noch auf der Liste. 

Samstag, 12.08.2017

Baustrom und Bauwasser

 

Tja. Bemusterung ist ja schön und gut. Aber wenn die Herren von Lechner bauen sollen, dann brauchen die mehr oder weniger auch etwas Strom und Wasser. Also... Versuchen wir mal Baustrom und Bauwsser zu bestellen. Klingt einfacher als es ist. Die Formulare (egal ob online oder Old-School Papier) waren schnell gestellt. Natürlich ist es nicht nur der Antrag an sich was die haben wollen. Nein, auch der Liegenschaftsplan. Was die genau damit meinten, war auch nicht so leicht heraus zu bekommen. Es wurde immer gesagt "Wir brauchen einen Plan auf dem zu erkennen ist wo das Haus stehen wird mit Bemaßung, Nachbarsgrenzen etc.". Ok. Schauen wir doch mal in unser Archiv der ganzen Pläne. Hmm... da hätten wir einen Abstandsflächenplan, Grenzlängenplan, Umlegungsplan .......... Alles mal hingeschickt. Vielleicht passt ja einer der Pläne. Nada. Irgendwann - gefühlte 3 Wochen später - stellte sich heraus, dass es ein Plaung aus der Baubeschreibung sein soll. Also diesen hingeschickt und alle sind glücklich. Vorerst.

Dummerweise stellte sich heraus, dass diese Anträge nicht für Bauwasser und Baustrom sind, sondern lediglich der Hausanschluss. Also wenn das Haus schon steht. Na denn. Machen wir uns schlau. Gepriesen sei Google.

  1. Wie kommen wir zum Bauwasser? In dem Antrag stand immer was von einem Installateur, der den Stadtwerken benannt werden soll. Müssen wir einen "Gas, Wasser, Scheiße"-Installateur beauftragen? Anruf bei den Stadtwerken (mehrfach). Es stellte sich am Ende heraus, dass die Stadtwerke selbst anrücken und die Wassersäule hinstellen. Super. Thema erledigt.
  2. Baustrom. Auch hier. Wer macht was? Ist es etwa so wie beim Wasser? Nein. Nach gefühlten 100 Anrufen bei Stadtwerken, Lechner und was weiß ich nicht noch allen (zum Glück ist Festnetz kostenfrei) war das Ergebnis, dass irgendein Elektroinstallateur einen Baustromkasten mit Zähler aufstellt. Jetzt muss man nur noch einen finden. Denn... viele haben einen solchen Kasten gar nicht. Entweder alle bereits verliehen oder die machen sowas gar nicht.

Und wenn wir schon beim Thema Strom und Wasser sind. Wie geht es anschließend weiter? Wie werden Kabel und Rohr ins Haus verlegt? Über solche Sachen macht man sich gar keinen Kopf. Wir gingen ursprünglich davon aus, dass der Bauunternehmer das schon macht. Schließlich haben wir ein fertiges Haus gekauft. Aber genau das ist der Knackpunkt. Ein Haus. Sämtliche Anschlüsse, die ins Haus führen, dürfen wir selbst besorgen. Also Strom, Wasser, Glasfaserkabel. Zurück zur Frage, wie die ins Haus kommen.

  1. Das Wasser sollte relativ einfach sein.
  2. Beim Strom sieht es folgendermaßen aus. Erst legen die Stadtwerke ein Kabel von der Straße bis ans Haus. Den Punkt legen wir bei einem Ortstermin dann fest. Dorthin kommt dann ein Hausanschlusskasten in den Rohbau oder, falls dieser Kasten nicht möglich ist, für einen Mehrpreis eine Hausanschlusssäule. Der Elektriker, normalerweise der, der die Inhausverkabelung durchgeführt hat, legt dann von dem Anschlusskasten das Kabel in das Haus bis in den Sicherungsschrank. Dann gibt er den Stadtwerken Bescheid und die rücken anschließend an um den Zähler anzuschließen. Fertig

Achja. Wo wir den Ortstermin schon ansprechen. Bei der Gelegheit sollten alle Gewerke anwesend sein, die irgendein Gewerk ins Haus schieben wollen. Denn zu diesem Zeitpunkt wird festgelegt, wo sich die MSH (Mehrspartenhauseinführung) befinden wird. Man kann natürlich auch für jedes Gewerk separat eine Hauseinführung legen. Aber warum? Bei einer MSH hat man alle Anschlüsse an einer Stelle.

Samstag, 26.08.2017

Es wird rasanter

 

Wie die Überschrift schon sagt. Jetzt geht es langsam los, dass sich die Ereignisse überschlagen. Deswegen werde ich ab jetzt kein Datum angeben und nur noch zusammenfassend schreiben.

 

Wie leg ich am besten los? Thema Bemusterung bzw. dessen Protokoll und Bearbeitung. Immer wieder wurde angepasst um den Mehrpreis zu drücken. Das gelang auch ziemlich gut. Man könnte sogar sagen, wir haben einen Endstand erreicht. Könnte ... Denn ein paar Punkte sind offen.

  • Zum einen stellte sich heraus, dass die netten Damen und Herren von Lechner unsere Fußbodenheizung im Keller (Flur und Werkraum) unterschlagen haben. Darauf angesprochen hieß es nur, das steht im Angebot nicht drin, also ist es auch im Preis nicht drin. Der Verweis auf das ursprüngliche Angebot von September 2016 (in dem war die FBH enthalten), auf dem das Angebot aufbaute, brachte nichts. Also Kontaktaufnahme per Mail mit Hr. Z.. Dieser ist jedoch aktuell nicht in Glauchau um mit den Leuten reden zu können. Passiert Ende KW 34. Das Ende der Woche war erreicht und noch keine Rückmeldung. Also das Telefon in die Hand genommen und nachgehakt. "Tut mir Leid. Aber das hat sich um eine Woche verschoben." - Klasse - Denn inzwischen ist das fertige Protokoll, welches innerhalb von einer Woche unterzeichnet zurück geschickt werden soll, eingetroffen. Darin steht jetzt zwar die FBH drin. Jedoch für satte ~3700€. Darauf angesprochen hieß es, wir sollen ruhig unterzeichnen. Bei der Position jedoch einen Vermerk machen, dass sie noch offen ist.
  • Der zweite Punkt liegt in der Elektro-Geschichte. Wir haben ein neues Aufmaß bekommen. Denn auch hier musste einiges nachgebessert werden. Aus einer An-/Aus-Schaltung wurde eine Wechselschaltung, eine Steckdose verschwand und der Preis für die Erdkabel (230 & 480V) zum Carport erschien uns auch zu hoch. Auf einmal ging der Preis wie durch ein Wunder herunter. Das Kabel wird nicht mehr angeschlossen, sondern nur noch verlegt. Ersparnis 150€. Das kann später auch irgendein Elektriker machen, der bei myHammer.de gefunden wurde.

Desweiteren sind ja noch andere Themen da. Wie wird der Fußboden aussehen? Holzmaserung? Steinoptik? Welcher Farbton soll es werden? Damit kann man Tage zubringen. Immerhin ist das Erdgeschoss ein großer Raum. Der Boden muss zur (wahrscheinlich) weißen Hochglanzküche, dem walnussfarbenen Wohnzimmerschrank, den eichefarbenen Esstisch und der buchefarbenen Treppe passen. Das nenne ich eine Herausforderung.

Welche Arbeitsplatte kommt in die Küche. Auch hier die Frage Holz oder Stein. Hier entscheidet wohl auch der Preis.

Und dann noch ein ganz großes Thema. Laut Leistungsbeschreibung ist in dem Hauspreis nur das Ausheben der Erde mit drin. Der größte Teil muss aber auch wegtransportiert werden. Wieder 2 Fragen. Wohin? und wer macht sowas überhaubt? Wohin scheint geklärt. Die Deponie in Hailer hat uns ein Formular zugeschickt, wo wir nur noch die Menge und Art der Erde eintragen müssen. Das "Wer?" wird zusammen mit dem Bauleiter geklärt.

So. Die Zeit bzw. die Ereignisse überschlagen sich. Am 12.09. haben wir unseren Bauleiter persönlich kennengelernt. Wir trafen uns am Grundstück, weil er sich das Umfeld mal anschauen wollte. Immerhin muss er ja wissen, ob Bagger und Krahn Platz haben. Der erste Blick sah ernüchternd aus. Immerhin haben die Straßen nur eine 1,5-fache Autobreite. Aber am Ende meinte er, das wird schon gehen. Der Krahn kommz da hin und die Laster mit den Wänden stellen wir dort in die Kurve. Ok... wenn du das so sagst.

 

Derweil hat Frau Bauherrin Fußböden ohne Ende bestellt. Unter den ersten 2 Mustern waren auch welche mit Fliesenoptik dabei. Die wurden aber ziemlich schnell aussortiert. Jetzt zum Schluss liegen hier 21 Muster, von denen 5 in die engere Wahl gekommen sind. Dennoch wird es eine Weile dauern, bis eine Einigung getroffen wurde. Gut Ding will Weile...

 

Das war bis jetzt nur Pille-Palle. Denn die größeren Geschehnisse waren die - Moment ich schau schnell nach - Vorabzugspläne. Holla die Waldfee. Auf dem ersten Blick nichts wildes. Ich habe sie vorab per Mail als PDF bekommen. Also erstmal am Monitor gesichtet und für interessant befunden. Da der Drucker zu Hause nur A4 kann, druck ich das Ganze eben auf Arbeit aus - A3. Gesagt, getan und nach Haus damit. Was macht die Frau? Sie sucht erstmal nach Fehlern. Und ja, es gab einige. Uns wurde aber gesagt, wenn etwas nicht passt, markieren und korrigieren. Und zwar direkt auf dem Vorabzugsplan. Egal. Man kann ja vorbereiten und dann auf den "echten" Plänen alles nochmal einzeichnen. Und dann kamen die Originalpläne in ihrer ganzen Pracht. Ein Anblick der einen zu Tränen rührt... Ok. Das war jetzt etwas übertrieben. Dennoch... der Anblick war toll. 3 Blätter á A0. Der Platz auf dem Küchentisch hat nicht gereicht. Es musste immer etwas hin und her geschoben werden. Jetzt schnell alle Änderungen übertragen und zurück damit nach Glauchau. Dabei stellte sich gleich heraus, dass diese Vorabzugspläne in dem Moment, wenn wir sie unterschreiben und zurück schicken, zu Werksplänen werden. Sprich. Die landen quasi gleich in der Fabrik und werden "materialisiert".

 

Im Prinzip ist alles vorbereitet. Naja, eigentlich. Die Bank muss aber auch mitspielen. Und das machen die nicht einfach so. Immerhin sind wir in Deutschland. Und da bedarf es immer eines Formulars. In diesem Fall ist es das Formular "Abtretung des Auszahlungsanspruches". Da sichern sich die einzelnen Parteien gegenseit zu, dass das Haus X kostet und auch bezahlt werden wird. Nur fü den Fall der Fälle, der sowieso nicht eintreffen wird. Egal. Also hat Lechner uns erstmal ein Schreiben zukommen lassen mit dem Preis des Hauses etc. Es war aber von vornherein schon klar, dass die Bank das nicht akzeptiert. - man kennt sich ;) Also hat die Bank ihr eigenes Formular vorbereitet, welches jetzt in 4-facher Ausfertigung bei uns eingedrudelt ist. Darauf befindet sich noch keine (!!!) Unterschrift. Nicht einmal von der Bank. Jetzt haben wir alle 4 unterschrieben und weiter an Lechner geschickt. Wenn die wiederum ihren Wilhelm drunter gesetzt haben geht das wieder zur Bank, dann unterschreiben die alle 4 und senden anschließend 1 an Lechner und 2 an uns. Somit machen die Formulare quasi eine halbe Weltreise. Total bekloppt.

 

Was ist noch passiert? Achja... hätte ich fast vergessen. Gerstern (22.09.) kam eine kleine Mail und auch Post des selben Themas. Der Bauablauf. Los geht es am 09.10. Da rücken die Bagger an um ein Loch in unser Grundstück zu machen. Also werde ich bzw werden wir am 08.10. den ersten Spatenstich setzen und das auch festhalten. Das Bauschild haben wir bereits, die Baubeginnanzeige ist auf dem Weg zur Baubehörde. Ich glaube, jetzt wird es Zeit etwas nervös zu werden.